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Geschichte erforschen - erzählen - erfahren | © Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v. d. Höhe e. V.
09.04.25 | Vortrag / Lesung

Geschichte erforschen - erzählen - erfahren

150 Jahre Bad Homburger Geschichtsverein
Barrierefrei

Vortrag in der Reihe „Aus dem Stadtarchiv. Vorträge zur Bad Homburger Geschichte“

Referentin: Prof. Dr. Barbara Dölemeyer

Am 8. Januar 1875 wurde der Bad Homburger Geschichtsverein gegründet, damals unter dem Namen „Verein für Geschichte und Alterthumskunde zu Homburg v. d. Höhe“. Was waren und sind seine Aufgaben und Ziele? Das 150. Jubiläum ist Anlass zum Rück- und Ausblick.
Die Entwicklung des Vereins, seine Akteure und seine Themen, stehen im Zentrum des Vortrags. Die enge Verbindung der Homburger Geschichtsfreunde mit den Forschungen zum Limes und dem Interesse für das Saalburgkastell spielt eine wichtige Rolle. Aber die Vereinsaktivitäten waren von Beginn an zeitlich und örtlich weiter gespannt und sind es geblieben, von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart. Vorträge, Veranstaltungen und Exkursionen sind keineswegs auf die lokale und regionale Historie beschränkt. Auch in tagesaktuelle Diskussionen hat sich der Verein immer wieder eingebracht, so auch für Denkmalschutz und -pflege; Anregungen auf vielen Gebieten des kulturellen Lebens sind ihm zu verdanken. Beispiele der vielfältigen Aktivitäten des Vereins, bei denen sich die Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv immer wieder bewährte, illustrieren den Bericht. Von Hölderlin über die Gründung der Landgrafschaft bis zur 1848er Revolution und Hessen-Homburger Verfassung reichen die Themen – und neuestens wird sogar „Homburger Hofmusik“ zum Klingen gebracht. Geschichte auf jede Weise lebendig zu erhalten – das ist das Motto!

Datum

Mittwoch, 09.04.25 -

Beginn um 19:00 Uhr

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Eintritt

Eintritt frei

Adresse
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg
Veranstalter
Stadtarchiv in der Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg
Tel.: 06172 100 4140stadtarchiv@bad-homburg.de
Veranstaltungsort

Villa Wertheimber

1898 erwarben der Frankfurter Bankier Julius Wertheimber und seine Frau Ketty den Gustavsgarten und ließen durch den Architekten Franz von Hoven eine prächtige Sommerfrische-Villa im Stil der Neorenaissance errichten. Die Familie Wertheimber gehörte in Bad Homburg zum Kreis der Honoratioren. Im Dritten Reich musste die Tochter des Ehepaars Wertheimber, Juliane Krahmer, das Anwesen unter Preis veräußern. Sie emigrierte nach Frankreich und starb 1940 nahe Paris. In den 1940er Jahren war kurzzeitig die Marinemusikschule Frankfurt in der Villa untergebracht, 1947 richtete der Verein Hirnverletzenheim eine Klinik darin ein. Nach einem mehrjährigen Restitutionsprozess wurde das Anwesen an die Erben von Juliane Krahmer zurückgegeben, die es der Bundesrepublik verkauften. Das Hirnverletztenheim wurde im Laufe der Jahre um Therapie- und Bettenbauten erweitert und zu einer namhaften Neurologischen Klinik ausgebaut. 2004 schloss die Klinik ihre Pforten. Im April 2011 erwarb die Stadt Bad Homburg das Anwesen. Heute befindet sich in der Villa das Stadtarchiv, das in einem Anbau das "Gedächtnis der Stadt" verwahrt. Urkunden, Akten, Bücher, Karten, Pläne, Fotos, Postkarten, Schallplatten, Filme und vieles mehr kann man zu festen Öffnungszeiten im Lesesaal einsehen. Vorträge, Führungen und Stöbertage ergänzen das Angebot zur Bad Homburger Stadtgeschichte auf vielfältige Art und Weise . Im Obergeschoss der Villa befindet sich die „Hölderlin-Wohnung“, in der Schriftsteller*innen und Forscher*innen auf Einladung der Stadt Bad Homburg kostenfrei wohnen können.

Adresse
Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg

Umgebung