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Johann Christian Rind (1726-1797) - Handelsmann und Finanzier, Stifter und Schütze | © Stadtarchiv Bad Homburg v. d. Höhe
22.04.26

Johann Christian Rind (1726-1797) - Handelsmann und Finanzier, Stifter und Schütze

Jubiläum 300. Geburtstag Johann Christian Rind, 250 Jahre Testament Rind'sche Bürgerstiftung
  • Barrierefrei

Vortrag von Prof. Dr. Barbara Dölemeyer

Vor 300 Jahren wurde Johann Christian Rind geboren, vor 250 Jahren legte er durch sein Testament den Grund zur Rind’schen Bürgerstiftung, die heute noch besteht. Anhand von neuen Forschungen wird der Vortrag diese eindrucksvolle Homburger Persönlichkeit in den Blick nehmen – als Kaufmann und Finanzier, als Stifter und auch als Schütze.
Rinds Biografie soll auch in einem etwas weiteren Rahmen betrachtet werden: Sein Vater kam von auswärts, erwarb 1721 das Homburger Bürgerrecht und wurde Ratsmitglied: Wie war Homburg als Stadt organisiert? Die erfolgreichen Kaufleute Gebrüder Rind betätigten sich auch als Geldverleiher und Finanziers: Wie stand es um die Finanzen des Landgrafenhauses? Rinds sehr ausführliches Testament will das Leben für sein Bürgerstift genauestens und für alle Zukunft regeln: Wie lange hielt man sich an den Stifterwillen? Das bekannte Porträtgemälde zeigt Rind in der Schützenuniform. Welche Rolle spielte die Homburger Schützengesellschaft? – Es geht um Johann Christian Rind als wichtigen Akteur vor dem Hintergrund der Homburger Stadtgeschichte im 18. Jahrhundert.
Die Rind’sche Bürgerstiftung wird anlässlich des Doppeljubiläums – auf Anregung des Vereins für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v. d. Höhe – das Original des Testamentes aus ihrem Besitz dem Stadtarchiv an diesem Abend feierlich übergeben.

Datum

Mittwoch, 22.04.26 -

Beginn um 19:00 Uhr

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Eintritt

Eintritt frei

Adresse
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg
Veranstalter
Stadtarchiv in der Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg

Veranstaltungsort
Villa Wertheimber

1898 erwarben der Frankfurter Bankier Julius Wertheimber und seine Frau Ketty den Gustavsgarten und ließen durch den Architekten Franz von Hoven eine prächtige Sommerfrische-Villa im Stil der Neorenaissance errichten. Die Familie Wertheimber gehörte in Bad Homburg zum Kreis der Honoratioren. Im Dritten Reich musste die Tochter des Ehepaars Wertheimber, Juliane Krahmer, das Anwesen unter Preis veräußern. Sie emigrierte nach Frankreich und starb 1940 nahe Paris. In den 1940er Jahren war kurzzeitig die Marinemusikschule Frankfurt in der Villa untergebracht, 1947 richtete der Verein Hirnverletzenheim eine Klinik darin ein. Nach einem mehrjährigen Restitutionsprozess wurde das Anwesen an die Erben von Juliane Krahmer zurückgegeben, die es der Bundesrepublik verkauften. Das Hirnverletztenheim wurde im Laufe der Jahre um Therapie- und Bettenbauten erweitert und zu einer namhaften Neurologischen Klinik ausgebaut. 2004 schloss die Klinik ihre Pforten. Im April 2011 erwarb die Stadt Bad Homburg das Anwesen. Heute befindet sich in der Villa das Stadtarchiv, das in einem Anbau das "Gedächtnis der Stadt" verwahrt. Urkunden, Akten, Bücher, Karten, Pläne, Fotos, Postkarten, Schallplatten, Filme und vieles mehr kann man zu festen Öffnungszeiten im Lesesaal einsehen. Vorträge, Führungen und Stöbertage ergänzen das Angebot zur Bad Homburger Stadtgeschichte auf vielfältige Art und Weise . Im Obergeschoss der Villa befindet sich die „Hölderlin-Wohnung“, in der Schriftsteller*innen und Forscher*innen auf Einladung der Stadt Bad Homburg kostenfrei wohnen können.

Adresse
Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg

Umgebung