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Serviceclubs pflanzen einen Bürgerwald

Serviceclubs pflanzen einen Bürgerwald

Bad Homburg. Fragt man die Menschen auf der Straße, dann liegt ein schrecklich verregneter Sommer hinter uns – der aber immerhin gut für den Wald war… Dem möchte Günter Busch nicht gänzlich widersprechen, aber auch nicht unwidersprochen zustimmen. „Das Frühjahr und der Sommer waren klassisch mitteleuropäisch, also eher etwas kühler und feuchter – vor allem im Vergleich zu den Vorjahren“, fasst Bad Homburgs Revierförster zusammen, „aber das ist lediglich eine kurze Verschnaufpause für unseren Wald, mehr nicht.“ Denn noch immer hätten vor allem Kiefern und Fichten nach den Hitze-Sommern nun unter einem „Milliarden-Heer“ an Borkenkäfern zu leiden. Kahle Stellen im Stadtforst und an den Taunushängen zeugen von der katastrophalen Situation. Allein in den Bad Homburger Wäldern finden sich Kahlflächen von über 300 Hektar.
Stadtförster Günter Busch (v.l.), Karl-Heinz Krug (Rotary Bad Homburg Schloss und ehemaliger Bürgermeister), Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Matthias Böhm (Rotary Bad Homburg Schloss) und Ksenia Borisov (Roteract Club Bad Homburg) | © Stadt Bad Homburg v. d. Höhe
Um einen Teil dieser Flächen, genauer gesagt um 4,1 Hektar, wollen sich jetzt Serviceclubs aus Bad Homburg und der näheren Umgebung kümmern und einen Bürgerwald anpflanzen. In zwei großen Pflanzaktionen werden – in Zusammenarbeit mit Förster Günter Busch und dem Betriebshof Bad Homburg - in zwei Bereichen des Stadtwaldes – eine Fläche zwischen dem Balzer Höfchen Weg und dem Lindenweg auf Dornholzhäuser Gemarkung sowie eine weitere zwischen Saalburg und Herzberg – über 11.000 Bäume gepflanzt. In einem ersten Schritt werden nur Nadelhölzer, im November dann auch Laubbäume nachgepflanzt.
Partner des Projekts „Bürgerwald“ sind die Rotary Clubs Bad Homburg-Schloss, Bad Homburg, Bad Homburg Kurpark, der Roteract Club Bad Homburg Taunus, die Lions Clubs Kaiserin Friedrich und Bad Homburg, der Zonta Club Bad Homburg und private Partner wie zum Beispiel von-Poll-Immobilien. Die Partner bringen für die aktuellen Anpflanzungen eine Spendensumme von 45.000 Euro ein.
© Stadt Bad Homburg v. d. Höhe
„Wir, die Bürgerschaft, können hier und jetzt einen echten Unterschied machen“, sagt Matthias Böhm vom Rotary Club Bad Homburg-Schloss. Ziel der Initiative sei, eine Katalysatorwirkung in die Gesellschaft zu entfalten, um viele Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zum Mitmachen zu bewegen. Wichtig sei in diesem Zusammenhang das Anpacken beim desolaten Zustand des Waldes und zum anderen, dafür eine breite bürgerschaftliche Unterstützung zu finden. Böhm: „Weitere Spenden und Unterstützer sind daher herzlich willkommen, denn das Projekt Bürgerwald soll keine Einmalaktion sein, sondern sich über einen längeren Zeitraum erstrecken.“
Rotaract Präsident David Max ergänzt: „Jeder, der durch den Taunus läuft oder radelt, kann die massiven Schäden, die die letzten mindestens drei Jahre im Wald angerichtet haben, erkennen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn der Taunus erfüllt viele gesellschaftlich wichtige Funktionen: Naherholungsgebiet, Wasserreservoir, Lebensraum für Flora und Fauna und natürlich auch CO2-Speicher und Klimaregulator.“

Projekt Bürgerwald

Das Projekt ist ganz im Sinne von Oberbürgermeister Alexander Hetjes, der auch Schirmherr der Pflanzaktion ist: „Ich freue mich sehr, dass der Rotary Club Bad Homburg Schloss und der Rotaract Club Bad Homburg Taunus als Initiatoren dieses Projektes auf eine derart breite bürgerschaftliche Unterstützung zählen können. Das ursprünglich mal rotarisch gestartete Projekt ist deshalb inzwischen zu einem echten Bürgerschaftsprojekt geworden und heißt deshalb auch Projekt Bürgerwald.“ Der Oberbürgermeister erinnert daran, welchen hohen Stellenwert der Wald für Bad Homburg hat – sowohl als Wirtschaftsfaktor als auch als Lebens- und Erholungsraum. „Das bürgerschaftliche Engagement, das sich hinter dieser Idee versteckt, ist überragend. Solche Aktionen fördern die Identifikation mit unserem Wald und die Sensibilität für alles, was mit der nachhaltigen Walderhaltung zu tun hat“, so Oberbürgermeister Hetjes abschließend.
Auch Förster Günter Busch freut sich über das von Rotary angestoßene Projekt. „Nichtsdestotrotz müssen wir aber weiterhin alles Menschenmögliche unternehmen, um den Klimawandel zu stoppen“, so der Revierförster, der die Aufforstung fachlich leiten wird.

Mitmachen

Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, Vereine und Verbände, die sich an der Aufforstung beteiligen wollen, können dies über ein bei der Taunus-Sparkasse eingerichtetes Spendenkonto unter IBAN DE39 5125 0000 0001 0757 48 (Kontoinhaber ist die Stadt Bad Homburg) tun. Bei der Überweisung sollte als Verwendungszweck „Spende Bürgerwald“ eingetragen werden. Ab einer Spendensumme von 300 Euro wird eine Spendenquittung ausgestellt. Obwohl der offizielle Startschuss zum Bürgerwald noch gar nicht gefallen ist, sind bereits knapp 10.000 Euro auf dem Spendenkonto eingelaufen.

Diese Bäume werden bei den beiden Aufforstungsaktionen der Serviceclubs gepflanzt:

  • 5100 Traubeneichen
  • 750 Hainbuchen
  • 450 Küstentannen
  • 450 Winterlinden
  • 3650 Douglasien
  • 550 Spitzahorn
  • 100 Baumhasel
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